Die Traumfalle
Traumfalle

Michael Schneider

Die Traumfalle

Künstlernovellen

Kiepenheuer & Witsch, 1987
264 S.

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Klappentext

Dreimal variiert Michael Schneider ein Thema, das schon Leitmotiv seiner vielbeachteten Zauberer-Novelle Das Spiegelkabinett gewesen ist: den Widerspruch zwischen Kunst und Leben, Illusion und Wirklichkeit. Dem Credo einer Kunstreligion, dass der Künstler sein Künstlertum mit dem Ausschluss vom Leben zu bezahlen habe, setzt Schneider den Traum von der Versöhnung der Gegensätze entgegen.
Aber auch dies erweist sich für die Protagonisten seiner drei Novellen als Falle.

Pressestimmen

„Michael Schneider ... zieht alle Register eines Poeta doctus. Er kennt sein Thema, die Problematik des Künstlers zwischen nicht gelebtem Leben und forderndem Werk. Er kennt die Zeugen, die Werke der Literaturgeschichte, die von dieser Problematik sprechen. ... Er nutzt sein Wissen, benutzt seine Kenntnisse, um eine Art Gittergeflecht aus Intertextualität anzulegen, in das hinein er seiner Geschichten erzählen kann, virtuos und nuanciert die feinsten Denkverästelungen und Gefühlswindungen seiner Personage skizzierend. ... Nur lässt er es mit dem adornesken Lakonismus: 'Es gibt kein richtiges Leben im falschen' nicht bewenden. Vielmehr bleibt ein ununterdrückbarer Rest des Aufklärers im Erzähler Michael Schneider erhalten: Er setzt auf Erkenntnis durch Aussparung. So gesehen, entpuppt sich das Scheitern seiner Figuren als ein Plädoyer für die Maxime Brechts: 'Alle Künste tragen bei zur größten aller Künste, der Lebenskunst.' Robert Schnell, Die Zeit

„Zwei hervorragend gebaute, dramaturgisch und stilistische klassische Texte, die als Lehrbeispiele der hohen Kunst des Schreibens dienen könnten. ... Ein deutscher Schriftsteller, der größte Beachtung verdient.“
Carna Zacharias, Münchner Abendzeitung

 

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