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Verrückte Lesereise
„Und? Wie war deine Lesereise?“, fragte mich mein Freund Martin, Schriftsteller wie ich. Wir saßen in unserem Berliner Stammcafé am Stuttgarter Platz. Es war ein kühler und trüber Herbsttag, die Blätter der großen Platanen, die den Platz säumten, wurden bereits braun. Draußen regnete es.
„Ich habe ja schon etliche Lesereisen gemacht, aber eine wie diese noch nie! Es war das reinste Abenteuer. Zugleich die verrückteste Posse, die ich als Handlungsreisender in Sachen Literatur je erlebt habe.“ „Das ist ein Top- Foto von dir!“, sagte Claudia, Martins Lebensgefährtin, und deutete auf den Schutzumschlag meines neuen Romans Das Geheimnis des Cagliostro. „Du siehst so gelöst darauf aus und lächelst auf eine so schelmische Weise…“ „Es ist ja auch ein Schelmenroman!“ „Schon dieses Foto wird dir Scharen von Leserinnen bringen“, prophezeite die gelernte Buchhändlerin augenzwinkernd. „Ja, mit diesem Foto hat es so seine Bewandtnis. Ihm hab’ ich es zu verdanken, dass ich diese Lesereise heil überstanden habe.“
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