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cover_taschenbuchDie Taschenbuchausgabe meines Romans “Das Geheimnis des Cagliostro” ist soeben bei Kiepenheuer & Witsch zum Superpreis von 9.95 €. erschienen. 752 Seiten, KiWi 1061, ISBN: 978-3-462-04024-1

Pressestimmen

Michael Schneider gelingt ein bezaubernder Roman, der die Vorzüge der Unterhaltung mit dem Angebot zur höheren Reflexion vereint. Dies geschieht in einer Vollkommenheit, wie man sie in der deutschsprachigen Literatur eher selten findet.  FAZ

Ein rundum gelungener historischer Roman mit allen positiven Zugaben des Fachs: Spannung, Figurenreichtum und packende Handlung.  Buchkultur

Weitere Informationen zum Roman finden Sie hier

 

Zum 20. jährigen Jubiläum des Mauerfalls hielt ich im vollbesetzten Pariser Hoftheater in Wiesbaden einen den folgenden Vortrag - eine gemeinsame Veranstaltung von Attac- Wiesbaden, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Pariser Hoftheaters:

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1989- Ende eines Jahrhundertmythos?

Ketzerische Gedanken über die Vergangenheit und Zukunft des

Sozialismus*

Von Michael Schneider

Vor 20 Jahren, im zweihundertsten Jahr der Französischen Revolution, haben

die osteuropäischen Völker ein Jahrhundert abgewählt. Das Gespenst des

Kommunismus, das zu Zeiten von Marx und Engels in Europa umging, war

innerhalb weniger Monate untergegangen. Die geglaubt hatten, dass ihm die

Zukunft gehörte, rieben sich fassungslos die Augen. Wenn die Welt sich

schneller als die Weltbilder ändert, wie soll man da auch nicht aus dem Lot

geraten? Was bleibt vom Sozialismus? fragen sich seither all diejenigen, für

die dieser Begriff nicht nur ein Weltbild konstituiert hat, das jetzt in Scherben

lag, sondern auch ein bestimmendes Element ihrer politischen Biographie und

Arbeit gewesen ist.

Für die Sieger im Systemkampf und ihr multimediales Dienstpersonal war die

Antwort klar: Man kann den Sozialismus abschreiben. Zugleich mit den real

existierenden Sozialismen haben sich auch Idee, Utopie, Ethik, Menschenbild

und Programm des Sozialismus für alle Zeiten erledigt. Und die Erfinder

dieses Programms und die Initiatoren dieser Bewegung, die in die Irre führte

— so Ralf Dahrendorf in der ZEIT —‚ haben fortan ihren Platz im Museum der

Geistes- und Sozialgeschichte, auch wenn ihnen edle und uneigennützige

Motive durchaus nicht abgesprochen werden. weiter

 

© 2008 Michael Schneider - 65597 Hünfelden